Budgetrechner

Was kann ich mir an Haus oder Wohnung leisten?

Wie viel Haus du dir leisten kannst, hängt an drei Zahlen: deinem Haushaltsnetto, deinem Eigenkapital und dem aktuellen Bauzins. Als grobe Richtschnur bestimmt das, was du im Monat bequem fürs Wohnen übrig hast — etwa ein Drittel deines Nettos — deine mögliche Rate, und daraus ergibt sich der Kaufpreis. Ein Beispiel: Bei 4.000 € Netto, 80.000 € Eigenkapital und 3,8 % Zins sind rund 339.000 € Kaufpreis drin, inklusive Nebenkosten. Der Rechner unten gibt dir die genaue Zahl für deine Situation.

Dein Budget — live

Deine Zahlen rein,
Kaufpreis raus.

Fest angenommen: 2,0 % Anfangstilgung, Notar und Grundbuch 2,0 %. In der App rechnest du pro Immobilie mit deinen eigenen Werten weiter.

Haushaltsnetto 4.000 €
1.500 €12.000 €
Monatlich fürs Wohnen 1.400 €35 %
300 €6.000 €
Eigenkapital 80.000 €
0 €500.000 €
Sollzins 3,80 %
1,00 %7,00 %
Möglicher Kaufpreis ca.
339.000 €
Darlehenssumme290.000 €
Eigenkapital80.000 €
Nebenkosten31.000 €
Anteil am Netto35 %

Gut zu wissen, bevor du rechnest

Wer mehr als 40 % seines Nettos in die Rate steckt, hat kaum noch Puffer — für eine kaputte Heizung, einen Jobwechsel oder einfach das Leben. Unter 35 % schläfst du ruhiger.

Dein Eigenkapital sollte mindestens die Nebenkosten decken, also rund 10 % des Kaufpreises. Wer ganz ohne Eigenkapital finanziert, zahlt spürbar höhere Zinsen.

Die Faustregel gilt bei rund 3,8 % Zins. Steigt der Zins auf 5 %, schrumpft dein möglicher Kaufpreis bei gleicher Rate deutlich — Zins frisst dann mehr von deiner Monatsrate.

Wie die Berechnung funktioniert

  1. 1
    Mögliche Monatsrate ableiten

    Schau dir an, was du im Monat bequem für Wohnen übrig hast. Ein verbreiteter Richtwert sind rund 35 % deines Haushaltsnettos — genug Puffer für den Rest des Lebens.

  2. 2
    Maximale Darlehenssumme berechnen

    Aus deiner Monatsrate, dem Zins und der Tilgung ergibt sich, wie viel Darlehen du dir leisten kannst: Rate × 12 geteilt durch (Zins + Tilgung).

  3. 3
    Eigenkapital dazurechnen

    Darlehen plus dein Eigenkapital ergeben dein Gesamtbudget — die Summe, die für Kaufpreis und Nebenkosten zusammen zur Verfügung steht.

  4. 4
    Nebenkosten abziehen

    Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch und — falls vorhanden — die Maklerprovision gehen vom Gesamtbudget ab. Was übrig bleibt, ist dein möglicher Kaufpreis.

Was kostet mich welcher Kaufpreis?

Drei Beispiel-Haushalte, je drei Eigenkapital-Stufen. Gerechnet mit 35 % Wohnquote, 3,8 % Zins, 2 % Tilgung, Bayern (3,5 % Grunderwerbsteuer) und Makler. Alle Werte gerundet.

Haushaltsnetto Monatsrate Eigenkapital Möglicher Kaufpreis
3.500 € 1.225 € 30.000 € 260.000 €
60.000 € 287.000 €
100.000 € 324.000 €
5.000 € 1.750 € 50.000 € 378.000 €
100.000 € 424.000 €
150.000 € 469.000 €
7.500 € 2.625 € 80.000 € 571.000 €
150.000 € 635.000 €
250.000 € 727.000 €

Häufige Fragen zum Budget

Wie hoch sollte mein Eigenkapital sein?

Als Faustregel solltest du mindestens die Nebenkosten aus eigener Tasche zahlen können — also rund 10 % des Kaufpreises (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, ggf. Makler). Wer darüber hinaus 10–20 % des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringt, bekommt meist spürbar bessere Zinsen.

Wie viel Prozent meines Nettos darf die Rate ausmachen?

Verbreitet ist ein Richtwert von 35–40 % des Haushaltsnettos für die gesamte Wohnbelastung. Darüber wird die Luft dünn: Eine kaputte Heizung, ein Jobwechsel oder Nachwuchs sind dann schwer abzufedern. Unter 35 % schläfst du ruhiger.

Was sind die Nebenkosten beim Hauskauf?

Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 %), Notar und Grundbuch (zusammen rund 2 %) und — wenn ein Makler beteiligt ist — die Maklerprovision (für Käufer üblich rund 3,57 %). In Summe landest du je nach Bundesland und Makler bei etwa 6 bis 12 % des Kaufpreises.

Wie wirkt sich der Zins auf den möglichen Kaufpreis aus?

Stark. Bei gleicher Monatsrate sinkt dein mögliches Darlehen, wenn der Zins steigt — denn ein größerer Teil der Rate geht für Zinsen drauf statt für Tilgung. Steigt der Zins von 3,8 auf 5 %, schrumpft dein möglicher Kaufpreis bei gleicher Rate deutlich.

Kann ich auch ohne Eigenkapital ein Haus kaufen?

Grundsätzlich ja — manche Banken finanzieren bis zum vollen Kaufpreis oder sogar inklusive Nebenkosten (Voll- bzw. 110-%-Finanzierung). Das geht aber mit deutlich höheren Zinsen einher und lässt keinen Puffer. Für die meisten Erstkäufer ist etwas Eigenkapital der ruhigere Weg.

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