Bausparsumme
Die Bausparsumme ist der vereinbarte Gesamtbetrag deines Bausparvertrags. Sie besteht aus dem Guthaben, das du selbst ansparst (meist 40 bis 50 %), und dem Bauspardarlehen, das die Bausparkasse dir danach gibt (der Rest). Beispiel: Bei 50.000 € Bausparsumme und 40 % Mindestsparguthaben sparst du 20.000 € an und bekommst 30.000 € Darlehen. Die Bausparsumme ist außerdem die Rechengrundlage für Abschlussgebühr und Sparrate — deshalb lohnt es sich, sie nicht zu hoch und nicht zu niedrig zu wählen.
Wie setzt sich die Bausparsumme zusammen?
Die Bausparsumme ist der Betrag, über den du deinen Bausparvertrag abschließt — und sie ist von Anfang an in zwei Teile geteilt:
- Das Bausparguthaben: der Teil, den du selbst ansparst. Je nach Tarif sind das meist 40 bis 50 % der Bausparsumme (manche Tarife verlangen schon ab 30 %). Erst wenn dieses Mindestsparguthaben erreicht ist, kann der Vertrag zugeteilt werden.
- Das Bauspardarlehen: der Rest. Das ist der Kredit, den die Bausparkasse dir nach der Zuteilung zu einem schon bei Abschluss festgelegten Zins gibt.
Beides zusammen ergibt die Bausparsumme. Der entscheidende Punkt, den viele übersehen: Ausgezahlt bekommst du nie die volle Bausparsumme, sondern nur den Darlehensanteil. Das Guthaben hast du ja bereits selbst eingezahlt.
Beispiel: 50.000 € Bausparsumme aufgeschlüsselt
Angenommen, du schließt einen Bausparvertrag über 50.000 € ab. Der Tarif verlangt 40 % Mindestsparguthaben.
| Position | Anteil | Betrag |
|---|---|---|
| Bausparsumme | 100 % | 50.000 € |
| Bausparguthaben (sparst du selbst) | 40 % | 20.000 € |
| Bauspardarlehen (gibt die Bausparkasse) | 60 % | 30.000 € |
Du sparst also über die Jahre 20.000 € an. Sobald der Vertrag zuteilungsreif ist, bekommst du 30.000 € Darlehen ausgezahlt — zusammen stehen dir dann die vollen 50.000 € zur Verfügung. Bei einem 50:50-Tarif wären es 25.000 € Guthaben und 25.000 € Darlehen.
Wofür ist die Bausparsumme die Rechengrundlage?
Die Bausparsumme ist mehr als nur eine Zielmarke — fast alle wichtigen Kosten und Beiträge hängen an ihr:
- Abschlussgebühr: Sie beträgt je nach Tarif 1,0 bis 1,6 % der Bausparsumme und fällt einmalig zu Vertragsbeginn an. Bei 50.000 € sind das 500 bis 800 €, bei 100.000 € sind es 1.000 bis 1.600 €. Wichtig: Sie bezieht sich auf die gesamte Bausparsumme, nicht nur aufs Darlehen. Mehr dazu im Artikel zur Abschlussgebühr.
- Regelsparbeitrag (Sparrate): Die monatliche Sparrate wird meist als Promille der Bausparsumme festgelegt — typisch 3 bis 10 Promille, oft 4 bis 5. Bei 50.000 € und 5 Promille sind das 250 € im Monat. Je höher die Bausparsumme, desto höher die Sparrate, die du durchhalten musst.
- Mindestsparguthaben: der Schwellenwert (meist 40 bis 50 % der Bausparsumme), den dein Guthaben erreichen muss, bevor die Zuteilung möglich ist.
- Darlehenshöhe: Sie ergibt sich automatisch als Bausparsumme minus angespartes Guthaben.
Weil so viel an der Bausparsumme hängt, ist ihre Höhe keine Nebensache, sondern die zentrale Stellschraube beim Vertragsabschluss.
Worauf du bei der Höhe achten kannst
Die Bausparsumme zu wählen heißt, zwei Risiken gegeneinander abzuwägen — beide kosten dich Geld.
Zu hoch gewählt: Du zahlst unnötig Abschlussgebühr (1,0 bis 1,6 % auf jeden zusätzlichen Euro) und musst eine höhere Sparrate stemmen, ohne dass du das Geld am Ende brauchst. Schließt du über 100.000 € ab, obwohl 50.000 € Darlehensbedarf reichen, verschenkst du grob 500 bis 800 € Gebühr.
Zu niedrig gewählt: Das spätere Bauspardarlehen deckt deinen Finanzierungsbedarf nicht. Dann bleibt eine Lücke, die du anders schließen musst — etwa über ein zusätzliches Bankdarlehen, das den eigentlichen Vorteil des Bausparens (planbarer Zins) wieder verwässert.
Die passende Höhe leitet sich aus deinem konkreten Bedarf ab: Wie viel Eigenkapital bringst du mit, wie hoch ist der Kaufpreis, welcher Anteil soll überhaupt über den Bausparvertrag laufen? Eine pauschale Faustregel gibt es nicht — das ist eine Rechnung, die zu deiner Gesamtfinanzierung passen muss. Wie viel Immobilie insgesamt zu deinem Budget passt, kannst du unter Was kann ich mir leisten? durchspielen.
Bausparsumme und Vorausdarlehen
Es gibt einen Fall, in dem dir die volle Bausparsumme sofort zur Verfügung steht: das Vorausdarlehen (auch Vorfinanzierung). Hier gibt dir die Bausparkasse direkt einen Kredit über die komplette Bausparsumme — du musst also nicht erst jahrelang ansparen und auf die Zuteilung warten.
Der Haken: In dieser Phase zahlst du Zinsen auf die gesamte Bausparsumme und sparst gleichzeitig den Vertrag an. Sobald er zuteilungsreif ist, lösen dein Guthaben plus das Bauspardarlehen das Vorausdarlehen ab. Das ist die teuerste, aber auch die schnellste Variante, an die volle Summe zu kommen.
Häufige Missverständnisse
- „Die Bausparsumme ist das Geld, das ich bekomme.” Nein. Ausgezahlt wird nur das Bauspardarlehen, also Bausparsumme minus Guthaben. Den Guthabenteil hast du selbst eingezahlt.
- „Die Abschlussgebühr berechnet sich vom Darlehen.” Nein. Sie bezieht sich auf die volle Bausparsumme. Genau deshalb wird eine zu hoch angesetzte Summe teuer.
- „Eine höhere Bausparsumme ist sicherer, falls ich später mehr brauche.” Sie kostet mehr Gebühr und eine höhere Sparrate. Brauchst du wirklich mehr, lässt sich die Summe in der Regel später erhöhen — dann fällt anteilig erneut Abschlussgebühr an, aber nur auf den Mehrbetrag.
In Hausbiber stellst du einen Bausparvertrag als Baustein über mehrere Phasen ein — von der Ansparphase über die Zuteilung bis zur Tilgung des Darlehens. So siehst du mit deiner eigenen Bausparsumme, wie viel Guthaben du ansparst, wie hoch Sparrate und Abschlussgebühr ausfallen und wann das Darlehen verfügbar wird — statt es im Kleingedruckten zu suchen.
Häufige Fragen
Was ist die Bausparsumme einfach erklärt?
Die Bausparsumme ist der Gesamtbetrag, über den du deinen Bausparvertrag abschließt. Sie teilt sich in zwei Teile: das Guthaben, das du selbst ansparst (typisch 40 bis 50 %), und das Bauspardarlehen, das du danach von der Bausparkasse bekommst. Bei 50.000 € Bausparsumme und 40 % Sparanteil sparst du 20.000 € an und erhältst 30.000 € als Darlehen.
Wie hoch sollte die Bausparsumme sein?
So hoch, dass das spätere Bauspardarlehen deinen tatsächlichen Finanzierungsbedarf deckt — aber nicht höher. Die Abschlussgebühr von 1,0 bis 1,6 % bezieht sich auf die volle Bausparsumme, nicht aufs Darlehen. Eine zu hohe Summe kostet also unnötig Gebühr; eine zu niedrige lässt eine Finanzierungslücke. Wie viel passt, hängt von deinem Eigenkapital und Kaufpreis ab.
Bekomme ich die ganze Bausparsumme ausgezahlt?
Nein. Ausgezahlt wird nur der Darlehensanteil, also die Bausparsumme minus dein angespartes Guthaben. Bei 50.000 € Bausparsumme und 20.000 € Guthaben fließen 30.000 € Darlehen. Das Guthaben hast du ja bereits selbst eingezahlt — beides zusammen ergibt die Bausparsumme.
Was kostet die Abschlussgebühr bei welcher Bausparsumme?
Die Abschlussgebühr liegt je nach Tarif bei 1,0 bis 1,6 % der Bausparsumme. Bei 50.000 € sind das 500 bis 800 €, bei 100.000 € entsprechend 1.000 bis 1.600 €. Sie fällt einmalig zu Vertragsbeginn an und wird meist mit den ersten Sparbeiträgen verrechnet.
Kann ich die Bausparsumme später erhöhen?
Ja, eine Erhöhung ist möglich, kostet aber auf den zusätzlichen Betrag erneut anteilig Abschlussgebühr. Eine Reduzierung ist je nach Tarif ebenfalls machbar. Beides solltest du vor Vertragsabschluss durchdenken, weil die Höhe deine Sparrate und die Zuteilungsdauer beeinflusst.